SoftBank plant Roze-Börsengang mit 100 Milliarden Dollar Bewertung
Masayoshi Son taucht wieder auf. Nach Monaten der Zurückhaltung treibt der SoftBank-Chef den Börsengang seines KI-Unternehmens Roze voran. Die angestrebte Bewertung: 100 Milliarden Dollar. Das wäre einer der größten Tech-Börsengänge der Geschichte.
Was Roze macht
Roze ist SoftBanks Antwort auf OpenAI und Anthropic. Das Unternehmen entwickelt KI-Modelle für den japanischen und asiatischen Markt und hat in den vergangenen zwei Jahren massiv in Rechenkapazitäten investiert. Die Modelle sind auf japanische Sprache und Geschäftskultur optimiert.
SoftBank hält die Mehrheit an Roze und wird nach dem Börsengang weiterhin den Kurs bestimmen. Der Deal dient jedoch nicht nur der Kapitalbeschaffung. Son will Roze als eigenständige Marke positionieren und damit SoftBanks Transformation vom Investmentfonds zum KI-Konzern untermauern.
Warum die Bewertung umstritten ist
100 Milliarden Dollar für ein Unternehmen, das außerhalb Japans kaum bekannt ist, erscheinen hoch. Kritiker vergleichen die Bewertung mit dem Hype um WeWork und warnen vor einer erneuten Überbewertung. Befürworter verweisen jedoch auf SoftBanks einzigartige Position im asiatischen Markt und die strategische Bedeutung von KI-Modellen für nicht-englischsprachige Regionen, wie auch Bloomberg berichtet. Auch unser Bericht zu KI-Bewertungen zeigt diesen Trend.