GPT-5.5: OpenAIs neues Flaggschiff und was es besser macht

von Marcel Buchholz 25. April 2026 1 Min. Lesezeit Software & Entwicklung

GPT-5.5: OpenAIs neues Flaggschiff und was es besser macht

OpenAI hat GPT-5.5 auf den Markt gebracht und verspricht damit einen deutlichen Sprung in Sachen KI-Leistung. Das Unternehmen spricht von einer neuen Klasse von Intelligenz, die besonders bei agentenbasierten Aufgaben glänzen soll. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Was GPT-5.5 von seinen Vorgängern unterscheidet

Das neue Modell markiert einen Richtungswechsel in OpenAIs Strategie. Während frühere Versionen primär als verbesserte Textgeneratoren fungierten, soll GPT-5.5 eigenständig komplexe Aufgaben über mehrere Werkzeuge hinweg erledigen. Das Unternehmen beschreibt es als Modell, das Ziele versteht, Tools nutzt, seine eigene Arbeit überprüft und Aufgaben bis zum Abschluss durchführt.

Greg Brockman, Mitgründer und Präsident von OpenAI, bezeichnete das Modell als eine neue Klasse von Intelligenz. Besonders hervor hob er die Fähigkeit, mit weniger Anleitung mehr zu erreichen. Das Modell arbeite deutlich intuitiver als seine Vorgänger.

Beeindruckende Benchmark-Ergebnisse

Die von OpenAI veröffentlichten Zahlen zeigen deutliche Fortschritte. Im Terminal-Bench 2.0, einem Coding-Benchmark für agentische Prozesse, erreicht GPT-5.5 einen Wert von 82,7 Prozent. Das sind 7,6 Prozentpunkte mehr als GPT-5.4 mit 75,1 Prozent. Zum Vergleich: Anthropics Claude Opus 4.7 kommt auf 69,4 Prozent, Googles Gemini 3.1 Pro auf 68,5 Prozent.

Besonders auffällig zeigt sich der Vorsprung bei anspruchsvoller Mathematik. Im FrontierMath Tier kommt GPT-5.5 auf beeindruckende Werte. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Das Modell halluziniert häufiger als seine Vorgänger, wie auch OpenAI bekanntgab. Auch unser früherer Bericht zu GPT-5.5 zeigt diese Entwicklung.

MB

Marcel Buchholz

Autor bei AIWavez. Die Zukunft von heute: Alles über Künstliche Intelligenz.