Nach Microsoft-Exklusivität: OpenAI und AWS starten gemeinsames Cloud-Angebot
OpenAI und AWS haben ein gemeinsames Cloud-Angebot vorgestellt. Der Schritt markiert das Ende der Exklusivität mit Microsoft und eröffnet OpenAI einen neuen Vertriebskanal für Enterprise-Kunden.
Was das Angebot umfasst
Unternehmen können OpenAI-Modelle ab sofort direkt über die AWS-Konsole nutzen. Das umfasst GPT-5.5, Codex und die neuen Multimodal-Funktionen. Die Abrechnung läuft über den bestehenden AWS-Vertrag, was die Einführung für Unternehmen vereinfacht, die bereits AWS-Kunden sind.
Bisher war OpenAI an Microsoft Azure gebunden. Die Exklusivität hat sich jedoch zunehmend als Flaschenhals erwiesen, weil viele Unternehmen AWS als primäre Cloud-Plattform nutzen und den Wechsel zu Azure scheuten.
Warum die Exklusivität endete
Die Gründe für das Ende der Microsoft-Exklusivität liegen auf der Hand. OpenAI braucht eine breitere Vertriebsbasis, um sein Wachstumsziel zu erreichen. Microsoft allein reicht nicht aus, um die prognostizierten Umsatzziele zu erreichen. Zudem hat die Exklusivität OpenAI von potenziellen Kunden abgeschnitten, die AWS oder Google Cloud bevorzugen.
Für AWS ist der Deal ein strategischer Coup. Der Konzern kann nun OpenAI-Modelle als Teil seines eigenen KI-Angebots verkaufen und muss nicht mehr auf die Eigenentwicklung von Frontier-Modellen setzen, wie auch Reuters berichtet. Auch unser Bericht zu OpenAIs Cloud-Strategie zeigt diese Entwicklung.