Der größte Monatsverlust eines Tradings-Giganten
Die Wall Street erlebt ihren nächsten Schock. Jane Street, einer der größten privaten Handelskonzerne der Welt, verlor im Juli 2026 rund 15 Milliarden Dollar. Der Grund: ein gehebeltes KI-Portfolio, dessen Wette gleichzeitig in beide Richtungen falsch lag. Es ist der schwerste Monatsverlust in der Geschichte des Unternehmens und gleichzeitig der lauteste Warnruf an Finanzmärkte, die sich längst an ständige KI-Euphorie gewöhnt haben. Jane Street hatte im ersten Quartal 2026 noch einen Rekordumsatz von 16,1 Milliarden Dollar erzielt. Doch ein einziger Monat reichte, um fast eine gesamte Quartalsleistung aufzulösen.
Wie ein Hedgefonds den Abgrund beschleunigte
Im Zentrum der Katastrophe steht Situational Awareness, ein von Leopold Aschenbrenner verwalteter Hedgefonds mit etwa 45 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen. Der Fonds hatte massiv auf KI-Infrastruktur gesetzt und gleichzeitig gegen Software-Unternehmen gewettet. Die Strategie schien lange zu funktionieren. Doch als sich der Trend im Juli umdrehte, kippte die Wette auf beiden Seiten gleichzeitig. Die Long-Positionen in Aktien wie CoreWeave, Nebius und IREN stürzten um 50 bis 78 Prozent von ihren Höchstständen ab. Gleichzeitig erholten sich die Short-Positionen in Adobe und anderen Softwarewerten. Der Hebeleffekt verwandelte einen schmerzhaften Rücksetzer in eine Deleveraging-Spirale. Margin-Calls zwangen zum Verkauf, der Verkauf drückte die Kurse weiter, was neue Margin-Calls auslöste.
Momentum-Crash: Der schnellste seit Jahrzehnten
Morgan Stanleys sektorneutraler Momentum-Index stürzte innerhalb von nur vier Handelstagen um 17,4 Prozent ab. Das war der stärkste derartige Einbruch in der modernen Geschichte, schlimmer als nach dem Dotcom-Crash oder während der Pandemie. Jonathan Krinsky, Chef-Techniker bei BTIG, sprach von dem schnellsten und heftigsten Momentum-Crash, den der moderne Markt je erlebt hat. Dabei blieben die großen Indizes bemerkenswert ruhig. Der S&P 500 bewegte sich kaum. Darunter aber entlud sich einer der gewaltsamsten Strategie-Wechsel, die der Markt je gesehen hat. Das iShares Momentum-ETF erlebte seinen stärksten Monat aller Zeiten, gefolgt von seinem schlechtesten.
Was der Verlust für KI-Investoren bedeutet
Jane Street erzielte bis Juli über 40 Milliarden Dollar Handelserlös im laufenden Jahr. Der Verlust entspricht also rund 37,5 Prozent dieses Betrags. Dennoch bleibt das Unternehmen profitabel. Das Problem liegt tiefer. Michael Burry, bekannt aus The Big Short, nutzt den Moment, um seine Kritik am KI-Boom zu verschärfen. Seine These: Viel der Nachfrage nach KI-Infrastruktur wird nicht von Endkunden getrieben, sondern von Finanzierungsvereinbarungen. Burry baute seine Short-Positionen in Micron, Nvidia und Halbleiter-ETFs nach dem Crash sogar weiter aus. Ken Griffins Citadel übernahm das öffentliche Portfolio des kollabierten Fonds. Das zeigt, wie schnell Liquidität an der Wall Street verschwinden kann, wenn gehebelte Positionen aufgelöst werden müssen.
Ein Warnsignal hinter ruhigen Indizes
Aufsichtsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks beobachten solche Entwicklungen aufmerksam. Denn wenn ein einzelner Marktteilnehmer 15 Milliarden Dollar innerhalb weniger Wochen verlieren kann, stellt sich die Frage nach systemischen Risiken. Nvidias Bereitschaft, OpenAIs Rechenzentrum mit bis zu 120 Milliarden Dollar abzusichern, nachdem die ursprüngliche Garantie von 250 Milliarden auf weniger als die Hälfte reduziert wurde, zeigt ebenfalls, wie stark der KI-Boom von Finanzierungskonstrukten abhängt. Die Lektion von Jane Streets Verlust ist klar: Hebel wirken in beide Richtungen. Und wenn die KI-Euphorie einmal bröckelt, reicht ein einzelner Verkaufssturm, um Milliarden an wenigen Tagen verschwinden zu lassen. Die Frage ist nicht, ob der nächste Hebel reißt. Sie ist, wann. Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und von einem Menschen redaktionell geprüft.