China zieht den Stecker: Warum Peking US-Kapital für KI-Startups verbietet

von Marcel Buchholz 25. April 2026 1 Min. Lesezeit Politik

China zieht den Stecker: Warum Peking US-Kapital für KI-Startups verbietet

Die chinesische Regierung hat einen drastischen Schritt angekündigt. Technologieunternehmen im Land dürfen künftig kein Kapital aus den Vereinigten Staaten mehr annehmen. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat bereits mehrere Unternehmen angewiesen, US-Gelder in laufenden Finanzierungsrunden abzulehnen. Betroffen sind prominente KI-Startups wie Moonshot AI, Stepfun und Bytedance.

Der Auslöser: Metas Milliardendeal mit Manus

Hinter dieser plötzlichen Kehrtwende steht ein Deal, der in Peking für erhebliche Unruhe gesorgt hat. Meta übernahm Ende 2025 das KI-Agenten-Startup Manus für mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen mit Sitz in Singapur wurde von chinesischen Gründern aufgebaut, operierte jedoch lange Zeit von Peking aus.

Mitgründer Xiao Hong und Ji Yichao wurden von der NDRC vorgeladen und dürfen China seitdem nicht verlassen. Chinas Nationale Sicherheitskommission stufte die Übernahme als verschwörerischen Versuch ein, die chinesische Technologiebasis auszuhöhlen. Mehrere Behörden untersuchen die Transaktion nun mit Exportkontrollen, Investitions- und Wettbewerbsrecht.

Was Manus so wertvoll machte

Manus entwickelt allgemeine KI-Agentensysteme, die eigenständig komplexe Aufgaben ausführen können. Die Technologie gilt als Schlüssel zur nächsten Generation von KI-Anwendungen. Chinas Regierung sieht den Verkauf solcher Technologie an ausländische Unternehmen als Sicherheitsrisiko, wie auch Reuters berichtet. Auch unser Bericht zu Chinas KI-Politik zeigt diese Entwicklung.

MB

Marcel Buchholz

Autor bei AIWavez. Die Zukunft von heute: Alles über Künstliche Intelligenz.