ChatGPT bekommt ein Gedächtnis mit Durchsicht: Was die neuen Memory Sources bedeuten
OpenAI erweitert die Gedächtnisfunktion von ChatGPT deutlich. Die neuen Memory Sources ermöglichen es dem KI-Assistenten, Informationen aus Gesprächen, hochgeladenen Dateien und verknüpften Konten zu speichern und bei künftigen Interaktionen abzurufen. Die Funktion soll Transparenz und Kontrolle durch den Nutzer gewährleisten.
Wie Memory Sources funktionieren
Bisher konnte ChatGPT sich an Gesprächsinhalte nur innerhalb einer Sitzung erinnern. Memory Sources gehen jedoch deutlich weiter. Das System speichert nun drei Arten von Erinnerungen. Erstens Fakten, die der Nutzer explizit nennt. Zweitens Schlussfolgerungen, die das Modell aus Gesprächen zieht. Drittens Verknüpfungen mit externen Konten wie Google Drive oder Outlook.
Entscheidend ist dabei die Durchsicht. Nutzer können jederzeit einsehen, welche Informationen gespeichert wurden, und einzelne Einträge löschen. OpenAI betont, dass die gespeicherten Daten nicht für das Training neuer Modelle verwendet werden.
Warum das relevant ist
Die Erweiterung der Gedächtnisfunktion verändert das Verhältnis zwischen Nutzer und KI grundlegend. Bisher begann jeder Chat ohne Kontext. Mit Memory Sources entwickelt sich ChatGPT zu einem Assistenten, der Präferenzen, Arbeitsgewohnheiten und Fachwissen über Wochen und Monate hinweg sammelt.
Allerdings ergeben sich daraus auch neue Datenschutzfragen. Je mehr ein KI-System über einen Nutzer weiß, desto wertvoller werden diese Daten. Die Versicherung, dass gespeicherte Informationen nicht für das Training verwendet werden, ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, wie auch OpenAI erläutert. Auch unser Bericht zu ChatGPT Memory zeigt diese Entwicklung.